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23.03.2020, 17:35 Uhr

Rentenerhöhung ist falsches Signal

Pressemitteilung

Die JU Münster kritisiert die aktuelle Rentenerhöhung um 3,45% im Westen und 4,2% im Osten. Wir sind uns bewusst, dass die Renten an die Lohnsumme und damit an die Lohnentwicklung des vergangenen Jahres angepasst werden. Dennoch halten wir diese überproportionale Erhöhung angesichts der sich abzeichnenden Rezession für falsch. Durch den Verzicht auf tarifliche Lohnerhöhungen, Entlassungen und Kurzarbeitergeld könnte die Rentenerhöhung überproportional ausfallen. Stattdessen sollte eine Erhöhung kleiner ausfallen und eine mögliche Anpassung nächstes Jahr erfolgen.

Wir wissen, dass unverantwortliches Verhalten besonders alte Menschen gefährdet. Die junge Generation hilft gerne – nicht zuletzt die Junge Union durch ihre Aktion „Die Einkaufshelden“ – auch wenn wir wissen, dass die unabsehbaren wirtschaftlichen Konsequenzen auch von der jungen Generation zu tragen sind.
 
Vor diesem Hintergrund halten wir es daher für ein falsches Signal mangelnder Solidarität zwischen den Generationen, wenn nun die Renten in dieser Stärke erhöht werden sollen. In einer Phase, in der sich eine schwierige wirtschaftliche Lage abzeichnet, steigende Arbeitslosenzahlen zu erwarten sind und viele kleine und mittlere Unternehmen um ihre Existenz bangen müssen, ist eine Rentenerhöhung in dieser Höhe nicht zu verantworten. „Eine Rentenerhöhung um 3,45% im Westen und 4,2% im Osten ist angesichts der drohenden Rezession unangemessen.“, so der Vorsitzende der Jungen Union Münster Hagen Blöcher.